Rahmenprogramm

Impressionen aus der Bunten Stadt am Harz

 

 „Sind noch Plätze frei für die Stadtführung?“ war dieser Tage oft zu hören. Und ja, bis Freitagmittag gab es tatsächlich noch die Möglichkeit, sich der fröhlichen Runde anzuschließen.

Wernigerode lockte mit bestem Wetter und bekannten Sehenswürdigkeiten; und so ging es los auf Erkundungstour durch die Bunte Stadt am Harz. Eine kundige Stadtführerin steckte die Besucher mit ihrer Begeisterung für Gassen und Brunnen, für Fachwerkhäuser und Marktplatz an.

Wernigeröder RathausZentrale Attraktion und wichtigster Foto-Stop war das Rathaus mit seinem markanten Dach und dem berühmten Renaissance-Erker. Über der Haupteingangstür steht geschrieben:

"Im selben Jahr - da dieses Haus erneut - ist auch noch wahr - der Spruch aus alter Zeit: Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?"

Bis 2016 fand die Siegerehrung des D-Cups im Rathaus statt. Inzwischen steht sehr zum Bedauern vieler Spieler der Brandschutz der Nutzung des Festsaals für große Gruppen entgegen.

Auf dem Klint, einer kleinen Anhöhe hinter dem Rathaus, ist der Besuch im Schiefen Haus ein großes Vergnügen. Die ehemalige Hammermühle liegt an einem Bach. Als sich in Folge von Arbeiten am Bachbett der Untergrund verändert, sackte das Gebäude teilweise ab und ist inzwischen schiefer als der schiefe Turm von Pisa. Wer also das Museum und seine Dauerausstellung oder die aktuelle Ausstellung der Harzmaler bewundern möchte, muss echte Standfestigkeit beweisen.

Das kleinste Haus Und wer nach der Stadtführung am Kleinsten Haus vorbeikam, stellte sich unweigerlich die Frage, wie bis zu 11 Personen in dem nur 2,98 m schmalen Haus leben konnten. Die Dimensionen sind nach heutigen Maßstäben unvorstellbar: Mit einer 1,70 m hohen Eingangstür und einer Deckenhöhe von maximal 1,90 m glänzt das ehemalige „Wohnzimmer“ mit einer Grundfläche von 9m². Heute beherbergt das Haus ein volkskundliches Museum.